Infrastruktur
Die Infrastruktur der Gemeinde wurde in den letzten Jahren erheblich verbessert. Mehr als elf Kilometer Anliegerstraßen, etwa zwei Kilometer Hauptstraßen, neue Bahnhofsplätze in Nord und Süd und ein neuer Radweg bis zur Schranke an der Straße nach Falkensee sind entstanden ebenso wie neue Einmündungen an Forstweg, Pappelallee und Karl-Marx-Straße von der Landesstraße.
Dies reicht mir insbesondere beim Anliegerstraßenbau noch nicht. Das „Brieselanger Modell“ (Bürger finanzieren ihre Straßen mit) hat eine erhebliche Beschleunigung des Anliegerstraßenbaus bewirkt. Über 134.000 Euro haben andere Dritte und Anlieger freiwillig neben ihrer Beitragspflicht zur Verfügung gestellt, um ihre Straßen mitzufinanzieren. Das „Brieselanger Modell“ wurde auf mehrheitlichen Beschluss der Gemeindevertretung von der Prioritätenliste abgelöst. Angesichts vieler bestehender „Pisten“ ist das Straßenbauprogramm unter Einbindung der Bürger und Bürgerinnen voranzutreiben. Bürgerschaftliches Engagement ist dabei eine wichtige Komponente. Dies betrifft nicht nur die Kerngemeinde sondern auch unsere Ortsteile Bredow und Zeestow.
Beim Straßenausbau werden keine luxuriösen Maßnahmen umgesetzt, sondern es werden in Zusammenarbeit mit Planern und Anwohnern preisgünstige und langfristige haltbare Eigenschaften nach den Gegebenheiten vor Ort umgesetzt. Besonders wird auf eine für Senioren, Behinderte, Radfahrer und Fußgänger gerechte Qualität wert gelegt. Wo öffentliche Beleuchtung sinnvoll ist, wird sie mitgebaut bzw. wieder instand gesetzt.
Die Erfahrung zeigt: Die Bürger müssen in Zukunft noch stärker und früher als bisher in die Projekte und die Entscheidungsvorläufe eingebunden werden. Diese Bürgerbeteiligung kann den Gemeindevertretern nicht die Entscheidung abnehmen, aber sie schafft mehr Transparenz.
Der Neubau von Straßen senkt auch Unterhaltskosten, so konnten die finanziellen Mittel für die Straßenausbesserungen gezielter eingesetzt werden. Aber es sind weiterhin erhebliche Maßnahmen zum Unterhalt notwendig. Ich setze auf einen gesunden Mix zwischen den Arbeiten des Bauhofes und dem Einsatz von Fachfirmen.
Besonders wichtig ist mir, dass die zuständige Landesbehörde endlich die schon lange fällige Sanierung unserer Ortsdurchfahrten genauso wie die Radwegeverbindung von der B 5 durch Bredow bis nach Paaren/Glien und als Abzweig die Rad-Verbindung zur Kerngemeinde umsetzt. Dies muss von kombinierten Geh- und Radwegen in der Kerngemeinde flankiert werden. Die östliche Karl-Marx-Straße ist eines der vordringlich zu realisierenden Projekte.
Ein wichtiger Pluspunkt für Brieselang ist die geografische Lage der Gemeinde an Havelkanal, Autobahn, Bahnlinie und der nahen Bundesstraße 5. Diese Verbindungen in die Gemeinde gilt es zu sichern. Ein wichtiger Punkt ist der Schallschutz an Autobahn und Bahngleisen. Als weitere Straßenmagistrale nach Berlin neben der B 5 ist das Projekt der Falkenseer Nord-Umfahrung zu unterstützen. Dies würde den Ersatz der Schranke am Alten Finkenkrug durch eine Brücke bedeuten. Die Umfahrung verheißt Entlastung des Verkehrs in den Wohngebieten Falkensees und eine schnellere Erreichbarkeit von Zielen mit dem Auto in Berlin.
Die Entwässerung der Gemeinde ist eine wichtige Aufgabe. Sie ist einem Wasser- und Bodenverband übertragen. Es zeigte sich wiederholt, dass dieser seine Aufgaben nicht erfüllte. Somit war die Gemeinde gezwungen, eigene Maßnahmen anzuschieben. Vor einigen Wochen haben wir ein Ingenieurbüro mit der Untersuchung unseres Grabensystems beauftragt. Mit den Ergebnissen wird die Gemeinde unter meiner Führung die daraus resultierenden Maßnahmen umsetzen.
Meine Aufgaben sehe ich in:
- weiterem Straßenbau im Anliegerbereich
- weiterer kontinuierlicher Erneuerung der Straßenbeleuchtung
- Information und Mitwirkung der Anlieger bei der Planung
- frühzeitiger Information über planbare finanzielle Belastungen für die Bürger
- langfristigem Erhalt aller Straßen
- baldigem Radwegebau nach Bredow und Zeestow
- der Erneuerung der Ortsdurchfahrtstraßen in Bredow und Zeestow
- dem Ausbau des Geh- und Radwegesystems an den Hauptstraßen und Schulwegen
- der Befürwortung des Baus der Nordumfahrung Falkensee
- mehr Schallschutz an Autobahn und Gleisanlagen
- der Ertüchtigung des Grabensystems
- regelmäßigem Glätten der unbefestigten Straßen, die nicht kurzfristig saniert werden können
- fachlicher Ausbesserung von Schäden im öffentlichen Straßenland
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